Fahrt frei am Tag zwei auf dem Nordhollandskanaal. Gemütlichkeit first.
Schiffe kreuzen:
Schleusen queren.
Board Talks pflegen.
Windräder zählen.
Derweil: Der Kompass zeigt nach oben:
Ziel: Den Helder.
Es wartet ein geschäftiger Hafen mit seinen typisch maritimen Farben und Geräuschen.
Matrosen rufen einander zu. Metalle tönen dumpf. Schiffshupen zelebrieren das Adieu. Auch die „Pearl“ lässt die Quaimauern hinter sich.
Jetzt ist eine Meerfahrt angesagt. Am Horizont erscheint schon bald der Küstenstreifen der holländischen Insel Texel. Nichts scheint sich seit meinem letzten Besuch vor 25 Jahren verändert zu haben. Die dunklen Häuser mit rot leuchtenden Dächern am Hafen,
Die berühmten Texel-Schafe „mähhhhh…en“
die Deiche und sorgen so für die notwendige Pflege der Wälle. „Ohne die Deiche würden wir hier gnadenlos absaufen“, meint der lokale Reiseführer in gebrochenem Deutsch.
Er gibt auf der Inselrundfahrt einen informativen Überblick über die Insel.
Mit der Zeit verblassen die Erklärungen laaangsam. „No, no … ich bin nicht eingeschlafen, aber Texel strahlt etwas ungemein Entschleunigendes aus.
Küsten.
Leuchtturm.
Mähhh.
Felder.
Dünen.
Das Eiland brüstet sich nicht mit Highlights. Es sind:
Die Einfachheit,
die Genügsamkeit,
die Demut gegenüber den Naturgewalten.
Letztere ist gerade im Anmarsch. Der Windgott drückt just beim Strandspaziergang auf den Propeller-Knopf.
Plötzlich rauschen schaumbekrönte Wellen an, die Temperatur fällt schlagartig. Ein Badenixen-Exodus kommt in ziemlich flotte Gänge.
Hastig umgeworfene Badetücher helfen auch nicht weiter.
Die Textilien wirbeln und flattern;
meine Blondmähne auch. Die zahlreichen Strandbeauties suchen Schutz bei den Strandhäuschen und ich im Bus.
Die Tour hat noch einen „Jöööö-Programmpunkt“ in petto.
Die Seehundstation. Hier werden verwaiste oder verletzte Tiere aufgepäppelt und später wieder in die Freiheit entlassen.
Auf Tafeln wird alles gut und detailliert erklärt, ich allerdings hätte gerne an diesem Ort eine Führung bevorzugt, welche die Arbeit der Tierretter auf emotionaler Ebene hätte darstellen können.
So begnüge ich mit einem wirklichen herzigen „Robby“ mit glänzenden Glubschaugen und zitterndem Schnurrbart. „Gute Reise“, Kleiner!
Back to Ship ist etwas Aufregung bei der Crew zu spüren. Schliesslich ist ja heute auch ein grosser Tag. Heute vor genau 20 Jahren wurde das erste Excellence Schiff getauft. Die Familie Twerenbold, „Mittelthurgau Reisen“ darf mit grossem Stolz auf das Erreichte zurückschauen. 10 schwimmende kleine Grand Hotels befahren mittlerweile die Flüsse Europas und schenken den Passagieren unbeschwerte Stunden.
Deshalb stehen die Cocktailgläser schon parat. Das Jubiläumsessen ist eine wahre Meisterleistung.
Ich staune, wie die kleine Küchenbrigade der Excellence Pearl das alles hervorzaubert.
Korken knallen: „Weiterhin Gute Reise: „Excellence!“

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Susanne (Sonntag, 19 Juli 2026 16:41)
Einmal mehr zauberhafte Eindrücke und Aufnahmen. Eine tolle Reise - wird bestimmt eines meiner nächsten Ziele sein. Danke Franziska.
Bea Huwiler (Sonntag, 19 Juli 2026 17:56)
Cara Francesca Du bist die Allerbeste mit Deinen Erzählungen Formierungen
Begeisterung man kann mit Dir reisen staunen und voller Freude genießen
Cari Saluti bis bald wirder einmal in Luzern �
Albert Müller (Sonntag, 19 Juli 2026 20:59)
Wie immer - herrliche Aufnahmen - auch jene mit der Blond- bzw. Braunmähne...
Liebe Grüsse "am Tag 20"