„Dann fliegen Sie doch über Doha. Ein perfekter Transitflughafen in die ganze Welt“. Wie oft hatte ich das gehört.
Kurz vor Mitternacht setzt Qatar Air ihre Räder auf die Rollbahn. Ich komme nicht, um nur zu connecten, nein, ich will eine ganze Woche das Land Katar und die Stadt Doha entdecken.
Der Grenzbeamte registriert meinen Pass so, dass ich später die digitalen Kontrollgates benutzen kann. Schlange ade. Schon sehr erfreulich.
Am Taxistand wartet Doha auf mich. „Endlich kommst Du mal bei mir vorbei! Wurde wirklich Zeit“.
Besonders bei Nacht bin ich besonders schön und Doha lässt zur Demonstration schmunzelnd die ersten Wolkenkratzer aufleuchten.
Wir fahren, fahren. „Oha Doha, Du bist aber recht gross.“
Doha seufzt: „Ja, ich werde immer unterschätzt. 3 Millionen Menschen.
Fast alle Bewohner der Halbinsel konzentrieren sich auf die Stadt und die Agglomeration. Echte Kataris wirst Du allerdings selten sehen. Sie stellen nur 10 - 15 % der Gesamtbevölkerung;
20 -25 % sind Inder, Platz 2 Pakistani. Platz 3 Qatar.
Wir fahren, wir fahren. Ich habe mich für ein Hotel nahe dem Lusail Quartier entschieden. Dieses liegt am anderen Ende der Stadt.
Arrivé. „Ich hole Dich morgen für eine Stadtbesichtigung ab“, verabschiedet mich Doha, „es wird ein Mix aus vielen Erlebnissen!“
Am nächsten Morgen: Zuerst geht es zur nahegelegenen „Pearl“. Ich will sogleich loslaufen, da pfeift mich Doha zurück. „Dear…. Ich bin keine Stadt zum Laufen. Selbst Dinge in nächster Nähe kannst Du per pedes nicht ansteuern. Es hat keinen Weg, kein Trottoir. Also taxieren wir zur Hotel- und Erlebnisinsel. Dieses manmade Island ist riesig; der Eindruck: Luxus und
artificial. Es bietet das Quant Quartier, wo Schiffshuttels unentwegt durch die Kanäle eines Disneyland-Venedig schippern. Komm wir drehen lieber (tatsächlich) eine Spazierrunde um den Port Arabica (auch neu).
Diverse Hotels mit Rang und Namen sind hier vertreten. Ihre Gäste können an künstlich angelegten Sandstreifen mit Aussicht auf die Skyline ihre Bräune pflegen
und sich am Abend in den zahlreichen Bistros und Kaffeehäusern verlustieren.
Am liebsten würde ich mich ins Yasmine Palace setzen.
1001 Nacht Stimmung. Um 10.00 Uhr gibt es leider noch keine orientalische Kulinarik aber Augenschmäuse.
Indigoblau trifft Safrangold und Samttürkis.
Lichtbögen und maurische Mosaiken zaubern … tritt Alibaba gleich hinter einem Torbogen hervor und schwenkt die Lampe?
„Jetzt bist Du jedenfalls genau richtig eingestimmt auf unseren Stolz: Das Museum für islamische Kunst“, flüstert Doha.
Selbstbewusst thront das kubistisch anmutende Gebäude in strahlendem Weiss an der Spitze der Corniche.
Die Ausstellung führt durch schwarze Hallen, die den Exponaten zu mystischer Ausstrahlung verhelfen.
Gerne geht die Zeit vergessen.
Doha drängt: „Komm komm. Die Aussicht vom Bistro aus auf die Skyline ist fantastisch und manch Gäste verweilen einfach in dieser Atmosphäre.
und einen Blick bitte an die Decke“.
Auf der Terrasse ist ein Kultfoto mit sprudelnden Fontänen und Aussicht angesagt.
Doha entfährt ein Räuspern: „Ui Influenzerinnen! Zum Glück haben sie uns noch nicht so zahlreich gefunden!“ Ich bin amüsiert: Sonnenbrille auf, Blondmähne theatralisch nach hinten werfen, Schlauchlippen zu Schmollmund drapieren. Klick…Klick…Klick.
„Willst Du jetzt in den Souq? Der ist gleich gegenüber“. „Ich war gerade in Kairo in einem; Du hast sicher noch weitere Highlights?“

„Ein ganz grosses sogar: Unser König hat keinen Geringeren als den Stararchitekten Jean Nouvel beauftragt, ein National-Museum formmässig inspiriert von einer Desert-Rose (Sandrose) zu erbauen.“
Als wir vorfahren kann ich nur noch denken: „Oha Doha.“ Ich und meine Kamera sind schockverliebt in dieses Werk.
Der Meistro hat die Fragilität, die Lichtigkeit genial umgesetzt.
Die Ausstellung erzählt mit modernster Didaktik von den Perlentauchern und Beduinen und deren Transformtion zu Ölmagnaten.
Doha schaut auf die Rolex: Die Sonne steht tief: „Ich habe noch ein besonderes Plätzchen“:
Wir fahren, fahren.
Das Taxi biegt ab….. und vor mir steht das neue Wahrzeichen des Landes.
THE QATAR TOWERS.
Ich jauchze vor Freue, den just spiegelt sich das Adieu der Sonne in der Mondsichelform.
Im Bürgenstockresort habe ich vor Jahren ein Foto gesehen. „Da will ich hin“ … das sind Augenwassermomente…. wenn der Gedanke zur Realität wird. Wenn der Sekundenzähler stoppt … nur Wouw.
„Noch etwas Shopping gefällig?“ unterbricht Doha irgendeinmal mein langes Staunen. „Darauf sind wir spezialisiert!“ „Ich brauche nichts… aber ja… ich bin gespannt.“
Dior, Gucci und Co geben sich im berühmten Bellaggio die Ehre. Palästrales Italia mit tanzendem Wasserspiel. How kitschig aber schön.
Doha setzt ein breites Lächeln auf. Super, dass Dir die Tour gefallen hat.“
Meine Speicher sind erschöpft.
Danke Doha, dass Du mir einen solch intensiven Tag voller neuer Eindrücke beschert hast.
Ich sage nur:
OHA D OHA

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Ueli (Samstag, 10 Januar 2026 11:09)
Oha Doha, ich hätte nicht gedacht, dass du mich so neugierig machen kannst!
Martin Gisler (Samstag, 10 Januar 2026 11:30)
Hey Franziska
Das sieht fantastisch aus, da muss ich auch mal hin.
Gruss Martin
Rena de la casa (Samstag, 10 Januar 2026 15:34)
Oha D Oha - crazy!
Unwirklich
Feinzart
Kitschig
Gewaltig
Reality - or not?
Thanks, Francesca, for these crazy moments!
Susanne (Samstag, 10 Januar 2026 16:46)
Was für ein Augenschmaus, liebe Franziska. Orientalisch, bunt, phantastisch - ist eine Reise wert. Du hast mir Doha gluschtig gemacht, vielen Dank.
Jacqueline (Samstag, 10 Januar 2026 17:14)
Das sieht ja fantastisch aus.
Scheint mir schon, dass eine Reise dorthin angesagt wäre.
Deine Geschichten sind sehr treffend geschrieben, vielen Dank dafür.
Weiterhin wünsche ich dir viele tolle Erlebnisse und fantastische Eindrücke.
Maria (Samstag, 10 Januar 2026 17:39)
Oha Dos, kann man soviel Eindrücke an einem Tag aufnehmen? Unglaublich schön und eindrucksvoll.���
Barbara Stiemerling (Samstag, 10 Januar 2026 18:58)
WOW! Fantastische Architektur und viel zu entdecken
Dank Dir steht nun DOHA auch auf meiner Travel Bucket-List
Albert Müller (Samstag, 10 Januar 2026 19:08)
Zuerst alles Gute im Neuen Jahr - mit vielen neuen touristischen Unternehmungen - wunderbare Aufnahmen von herrlichen Gebäuden - trotzdem bleibe ich in Zug und Gersau...
Dorte (Sonntag, 11 Januar 2026 05:49)
Wirklich beeindruckend diese vielen Gebäude. Und wie immer dein interessanter Blog dazu. Weiterhin schöne Ferien auf den Seychellen!
Vreni (Sonntag, 11 Januar 2026 16:40)
Wow, was für Bauten dieses Land bietet. Eindrücklich aber auch verwirrend, was mit Geld alles gemacht werden kann.....
Cäcilia (Sonntag, 11 Januar 2026 21:00)
Wow Francesca, so erfrischend ind treffend du schreiben kannst. Das macht mich gleich mehr an hinzugehen als Dubai:)
Danke und ich bin gespannt auf weitere Francesca Tours:)
Georges (Montag, 12 Januar 2026 08:32)
Du motiviertst mich für einen Aufenthalt in Doha.
Noeli (Donnerstag, 22 Januar 2026 15:30)
I really had no idea that Doha was like that! Another spectacular blog post.