Einfach anders

Rückeisetage haben in der Regel so ein"Ach-schon-vorbei-Gefühl". Aber nichts da heute!  Erst mal tüchtig ausgeschlafen; die Sonne blinzelt zu rücksichtsvoller Stunde um 9.00 Uhr durch die Gardinen. 

Die Kirche am St. Juliensbay bimmelt für ihre Schäfchen in der Manier eines Tessiner Campaniles mehrglockige Melodien. Beflissene Jogger - und Innen in knappen Tops und Schweissstirnband  kurbeln ihre Turnschuhkilometer im Bogen der Bucht ab. Nach einem fruchtsalatfokussierten Frückstück (nach der nächtlichen Völlerei!!) muss ich nur noch rasch das Kofferpacken finalisieren. Also Lackstilettos rein und Koffer vor die Tür. Der Rest ist bis zur Landung daheim organisiert. 


Schon bald sitze ich in unserem 14-Plätzer-Bus, und die Fahrt führt an den verschieden Hafenarmen gemütlich der Küste entlang. Es läuft was. Bunte Märkte; die Restaurants auf den Piazzas sind gut besetzt. Die Malteser essen gerne (und die Touristen auch). Apropos Markt: Hier kann man wunderbar ganz legal Haschisch kaufen. Gleich kiloweise und günstig. "Haschich" heisst auf Arabisch "Grünzeug", sinngemäss Gemüse!

Das Ziel unserer Route tönt auch Arabisch "Hagar-Qim" und wartet erneut mit einen archäolgischen Höhepunkt auf. Wieder darf ich über die Fertigkeiten der Frühzeitmenschen staunen. 

Zuerst erfolgt eine Einführung in bewegten Bildern und für mich die Première einer 4 D Darbietung. Die Brillen in Schreigelb finde ich soooo coool. 

Der Film nimmt uns sehr informativ in das neotilhische Zeitalter mit. Später erfolgt ein Rundgang auf dem Feld. Roswitha stürzt sich in die tempelmässigfragmentarischen Details... und ich verliere etwas den Faden. Wahrscheinlich ist mein Historyspeicher zur Zeit einfach voll. Es wurde so viel Information geboten. Der Wind hat aufgefrischt. Die trockenen Ähren wiegen sich im Wind. Noch ein Blick auf den Opferstein. 

Ich habe Durst! Das Neolithikum hat meine Kehle ziemlich abgegrocknet und deshalb meine innere Freude gross, als es heisst, die Fahrt Reise gehe nun schurstracks zum Flugterminal, denn das heisst "Champagner soon" !! Das Check-in samt Security dauert gerade mal eine "Schuh-Auszieh-und-wieder-Anziehlänge". Schon finden wir uns in den Transferautos verquantet. 

Der Challenger 850 steckt schon flugdurstig seine spitze Schnauze in den Himmel.  Die Crew erwartet uns beim Einstieg. Das Wiedersehensdrücken ist herzlich und wie immer fröhlich. Im Flieger wartet Thomas. 

War er auf Schatzsuche? Er präsentiert mir eine edel aussehende Flasche. "Österreicher Gold"!

Funkel-funkelnd füllt sich mein Glas. Und eine Scheibe vom "Manuelbrot". Superb!


Luis startet die Turbinen und wir pfeilen bald über den Wolken. Zeit für Antipasti misti. Zurücklehnen geniessen. Nochmals die Erlebnisse Revue passieren lassen. Manuel zaubert einen Dreigänger,


wunderbar wie immer aber der Höhepunkt kommt jetzt: Manuel kommt zu mir : Mit???

mit einem ganzen Brot... ganz für mich gebacken zum Mitnehmen. Was bin ich gerührt. 

Die Dämmerung zieht auf. Die Wolken kleiden sich in Apricot. Nach ein paar extra Runden wegen heavy Traffic: Wieder da!

30 Mal: "Tschüss und hoffentlich auf bald wieder!" Alle die Ihr dabei wart: Eine super Truppe! 

Lieben Dank Melanie, Richard, Veronika und der ganzen begleitenden Crew, dass Ihr uns dieses Erlebnis möglich gemacht habt. 


   Reisen mit Euch ist einfach          

                     anders!


               www.hltravel.ch



Und ... Manuel! ... Das Brot ist im Frigo... und immer, wenn ich wieder ein Scheibchen abschneide, erinnere ich mich an diese herrlichen HighlevelTravelTage!"



...und noch ganz zum Schluss: Meine Schwester Barbara, hat deine Coquille St. Jaques (siehe Artikel: Voyage surprise) nachgekocht.