Voyage surprise

Heute Abend habe ich Manuel zu später Stunde auf Messenger noch eine Nachricht geschickt:

"Manuel, ich kann es kaum erwarten. Morgen geht es los. Hast Du "mein "

Brot gebacken?" Natürlich schreibt Manuel nicht mehr... was ich fast erwartet habe... er liegt zwischen seinen Köstlichkeiten und den Backblechen... denn es soll in der Luft alles perfekt stimmen; er ist ausgebildeter Meister der Flugküche. Und damit ein Wienerschnitzel über den Wolken so schmeckt wie am Boden, braucht es die Kenntnis einiger  Tricks.

Nun ich überlasse ihm die kulinarische Finalisierung und freue mich jetzt nur noch. Um 10.30 Uhr werde ich Melanie und Veronika treffen und dann geht es mit www.hltravel.ch

 ab nach....


Noch letzte Packversuche und nun ready.


In der Execujetlounge kommt es zum lang ersehnten Wiedersehen. Seid herzlich gedrückt und mit Veronika, die ich leider im Sommer nicht treffen konnte, wird nun gleich mal ein Föteli geschossen. Auf dem Plakat steht... "we own your success"...passt!

Langsam füllen sich die weissen Ledersofas mit illustren Reisegästen. Wie herrlich. Einige scheinen sich von früheren Reisen her zu  kennen; andere finden schnell Gemeinsamkeiten. Melanie winkt das erste Tablett Champagner heran.. chears... wir sind alle gleich per Du. Das wird ja lustig werden... Reisen à la Familie Frühwirt.

Ja... der Kreuzflug 2016 um die Welt mit ihnen war unvergesslich. Du kommst als Kunde und gehst als Freund... und buchst wieder... wie jetzt!!

Die Spannung steigt. Boarding. Der Challenger 850 hat Sitze für 15 Personen. 

Elegantissima nimmt er Anlauf. Bye bye Alltag. Endlich wieder schweben... und kaum ist das Anschnallzeichen erloschen. "Da, Franziska... dein Brot. "Hi Manuel, "na das ist aber aufmerksam!"

Manuel lächelt sein herzliches Lächeln und schiebt noch die immer ein wenig schief stehende Kochmütze zurecht... Tempo tempo..... der Flug ist nur 1 Stunde 30. Eine steirische Minibretteljause findet sich Minuten später auf meinem Tischchen. Würziges Würstchen... räser Chäs...Feigenchutney...ein genussvoll präsentierter Auftakt.

Über dem Alpenkranz erklimmt Manuel dann hauptgangmässig flugkulinarische 4000ender. Die Coquilles St.Jaques drapieren sich kontrastreich auf Purpur-Radencarpaccio in Begleitung von Geissenkäserondellen. Ein Gedicht.


Keine Frage... das delikate Schokotörtchen war zuviel... hmmm aber...himmlisch. Derweil ist Capri unter mir vorbeigezogen. Die Küste Siziliens entsteigt dem Dunst. Der Äthna grüsst im Osten mit frischverschneitem Gipfel. Wir ziehen weiter. Gerade habe ich mich in leichten Dösmodus begeben...

"Francesca, Dein Wunsch geht in Erfüllung. Der Kapitän hat Dich zur Landung in die Kommandozentrale eingeladen" . 


Hui... was für eine Freude; sofort hellwach und ich stöckle umgehend nach vorne. Im Cockpit herrscht professionelle Ruhe. Käptn Luis hat sein spanisches Temperament samt schwarzen

Locken unter dem Kopfhörer, zwischengelagert. 

Ab und zu drückt Gianni, der Copilot, einen Knopf. Die Anzeigen leuchten in Grün und Pink. 

Take a seat!" "Ja wo denn?" Ich schiele links und rechts. Lächle leicht ratlos zurück. Es ist eng hier. Nun hat auch die Stewardess meine, für den Touch-Down unoptimale, vertikale,  Lage erkannt und zaubert. Kurz ein Hebelchen gedrückt,  und schon springt hinter dem zusammengerafften Vorhang ein Pannel hervor, ein Klappsitz,  und so throne ich alsbald zwischen den beiden Herren der Lüfte. 

Wie immer, bin ich völlig fasziniert über den Blick aus dem Cockpit. Wolkengengekräusel vor blauem Himmel. Gianni tippt leicht am Steuerstick.... eine leichte Linkskurve..... wir gleiten unter das Gewölk und da vorne... das schwarze Band.... die Landebahn. 

Unweit rechts der Vogelblick auf den grössten Naturhafen des Mittelmeers...wir sinken ... sinken... immer mehr Details werde ich gewahr. Luis und Gianni sind hochkonzentriert. Wir sind auf Kurs. Ich höre die Räder ausfahren. Dann eine sonore Computerstimme: 

fivehundred" ...... "onehundred".... "fifty"....


 "minimum" ..... der Jet

setzt hypersoft auf den Asphalt. Die Einheimischen würden sagen: "Welcome to the rock!"


 Ich sage: "Bongu Malta."

Und jetzt geht es wie immer bei HL Travel rassig: Vergiss Kofferschleppen: Das Gepäck hat sein nächstes Rendez-Vous mit Dir in Deinem Zimmer. Schnurstracks zum Bus .... aber Hola.... was für eine Überraschung: Richard Frühwirt, der Arzt Adi mit Christel und Fotograf Bernhard warten im Terminal. Ja das ist ein Schulterklopfen! So ein herzliches Empfangskomitee. 

Wir wollen gleich die neue Destination kennenlernen. Die Reiseleiterin Roswitha ist bereits in den Startlöchern, und auf geht es nach "Birgu". An einem Seitenarm des befestigten Hafens liegend, stellen sich zwischen den vanillegelben Häusern mit auskragenden Loggias mediterrane Gefühle ein. 

Unsere ortkundige Führerin lässt uns in Geschichten und Anekdoten baden. Die Insel als Schittpunkt der Kulturen.... später mehr.

Am

Hafen herrscht emsiges Treiben. Luxusjachten werden gehätschelt und poliert. "Eine Million pro Quadratmeter, das sei so der Richtwert... aha!!!" 

Da geniesse ich doch lieber die Sonne, die ihre Strahlen durch ein Segel bricht. 

Meine Koffer erwarten mich nach erster Löschung von Wissensdurst im Meridien, St. Juliensbay. Das beste Hotel vor

Ort aber mit einem äusserst originell-unpraktikablen Liftkonzept. Man dückt auf einem Sreen die gewünschte Etage und eine Lautsprecherlady flötet einem einen der Lifte A B C oder D zu. Man wartet wartet wartet... drückt wieder.... nun wird ein anderer Buchstabe genannt...und so weiter... oder eben nicht weiter!

Am Abend geht es in das stylische Barracuda... direkt an der Waterfront. Fisch ist Programm und das gekonnt. Die Wellen schlänzen sich direkt unter der bodentiefen Glascheibe an die Quaimauer.

Coole Architektur. Das Meer ist moiosso. Die roten Lichter der Häuser malen sich ins Tintenschwarz des Wassers, 

derweil ein Kirchenportal in sanftem Gold leuchtet. Warm, leichter Wind, Abend in Valetta.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0