ANANTARA

Das Hotel in Sri Lanka ist gute 2 Stunden Fahrt vom Flughafen entfernt. Weil der Yala Nationalpark auf halber Strecke liegt, haben wir uns entschieden, noch vor dem Zimmerbezug auf Pirschfahrt zu gehen. Das ergibt summa summarum einen extrem langen Tag. 

Ein wilder Elefant mit  !! Stosszähnen. Er knabbert sich gerade durch einige Laubäste.  Ich sehe nur seine ledrigen Beine... die Zähne blitzen hinter dem Laub.

Leider liegt genau jetzt der Akku meiner Kamera flach. Das iPhone ist überfordert bei den Tieraufnahmen in der Dämmerung.

Die Entdeckungsfahrt ist holprig und spannend. Wir beobachten Rotwild an Wasserlöchern , weitere  Elefanten, Warane und verspielte Affen in den Baumwipfeln. Ein Fernglas wäre hilfreich, steht aber nicht zur Verfügung. Unsere Augen durchkämmen jede Astgabel... ein Leopard wäre der Höhepunkt. Aber der Getupfte scheint anderweitig beschäftigt. Schade!!! 

Wir möchten gerade Richtung Ausgang lenken, da ergibt sich ein regelrechter Jeepstau. Was ist da los? Ein untrügliches Zeichen, dass Aufregung angesagt ist. Die Rücklichter der Autos leuchten hektisch auf. Weiss rot weiss. Es staubt und spult. Der Wagen vor uns hängt im 45-Grad-Winkel in der erzroten Böschung. Jeder Fahrer versucht seine Passagiere in die optimale Position zu drücken.

Tatsächlich... ein Lippenbär unmittelbar an der Strasse. "Sensationell", meint der Chauffeur. 

Jetzt sind wir hochzufrieden ...... auch ohne Wildkatze. Die Sonne schickt ein letztes Adieu in Pink durch die Akazien. 

Erst um halb neun erreichen wir unsere Herberge mit dem sehnsuchvollen Namen "Anantara", das schönste Hotel zur Zeit auf der Insel. In aprikosenfarbene Saris gewandete Schönheiten empfangen uns

Ein Blick aus der luftigen Lobby über den Garten in Richtung Meer.

 "Hier bleibe ich." 

Zwei Tage dolce far niente.  Das Schwimmbad ist riesig, was auch nötig ist, denn leider kann man im Meer nicht schwimmen. In Sri Lanka sind die Wellen vielerorts hoch und unterwandert von tückischen Strömungen. Dies ist bei einer Buchung für Badeferien unbedingt zu beachten.  

Ansonsten ist aber gemütliches Herunterfahren angesagt. Unterbrochen von gepflegten Buffets. Das Resort hat eine deutsch-schweizerische Geschäftsleitung. Ist wohl das der Grund für die ausufernde Brotauswahl? 

Wer immer noch unternehmenslustig ist, kann einen Ausflug ins nächste Dörfchen unternehmen. 

Das Hotel verfügt über schnusige Tuks Tuks oder für eine Vitage Tour über einen saphierblauen Minor. 

Das Leben hier ist noch sehr authentisch. Ein Schmaus für unsere Kameras aber auch Augenblick des Innehaltens über die Frage von Wohlstand und Armut. 

Nachzutragen bleibt noch, dass gut die Hälfte unserer Gruppe sich noch für einen Zusatzausflug nach Kandy angemeldet haben. Der Transport erfolgte mit einem Super-Puma der srilankischen Armee. Die Rückkehrer strahlten. 

Sie hätten das Wohlwollen aller Wettergötter gepachtet und seien mIt einer fantastischen Sicht auf Hochplantagen von Tee und Reis belohnt worden. Der Besuch der Königstadt und des Haupttempels mit dem Zahn Buddhas sei eindrücklich gewesen. Vor allem schwärmten sie aber vom Flug.

Unvermeidlich rückt das Ende der Reise entgegen. Am letzten Abend lassen wir nochmals unsere Erlebnisse Revue passieren.

Es wären nicht unsere Gastgeber, wenn sie nicht noch einige Überraschungen eingebaut hätten.  


Alles verrate ich nicht.



ANANTARA

Ja ...die Einnerung  an diese Reise wird endless sein.

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